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Microsoft Office Geschichte

1989-2013

Heute auf fast jedem PC zu finden, egal ob privat oder geschäftlich genutzt, blickt die Bürosoftware Microsoft Office auf eine mittlerweile 25-jährige Geschichte zurück, stets mit der Absicht, dem Anwender nützliche Anwendungen zur erfolgreichen Bewältigung seiner Aufgaben zu bieten.

Die Anfänge 

Als grafische Benutzeroberflächen noch rar sind und schwarze Konsolenfenster PCs dominieren, veröffentlicht Microsoft im September 1983 „Word 1.0 für MS-DOS“ als Einzelanwendung. Die weitreichende Unterstützung von Mausfunktionalitäten sowie Druckfunktionen erleichterten die Bedienung des Textverarbeitungsprogramms erheblich. Auch wenn Word im Gegensatz zur Konkurrenz bereits Formatierungsoptionen wie Fett oder Kursiv darstellen kann, bleibt es zunächst eher unpopulär. Die für Macintosh veröffentlichten Versionen hingegen entwickeln sich schnell zum Vorreiter der Textverarbeitungsprogramme. Anfang 1985 erscheint bereits die Version 2.0 für DOS und im Herbst desselben Jahres erstmalig „Microsoft Excel“, welches aus „Microsoft Multiplan“ hervorgeht. Zunächst jedoch nur für Macintosh. Erst über zwei Jahre später wird „Microsoft Excel“ als Version 2.0 zusammen mit der Einführung von Windows 2.0 auch als PC-Variante erscheinen.

 

Während für beide Anwendungen, die nach wie vor nur einzeln erhältlich sind, über die nächsten Jahre hinweg weitere Aktualisierungen erscheinen, erweitert Microsoft im Sommer 1987 sein Anwendungsportfolio. Nach dem Zukauf der in Kalifornien ansässigen Firma FORETHOUGHT, INC. und deren Anwendung „Presenter“ für 14 Millionen US-Dollar, erscheint die erste Version der Präsentationssoftware „Microsoft PowerPoint“, welche erneut vorerst nur für Macintosh erhältlich ist. Knapp ein halbes Jahr später steht bereits die Version 2.0 im Mai 1988 in den Regalen, die nun erstmals Farben unterstützt und zudem in diversen Sprachen erhältlich ist. Erneut müssen PC-Anwender zwei Jahre auf die Windows-Variante warten: Mit Veröffentlichung von Windows 3.0 erscheint „Microsoft PowerPoint 2.0“ auch für den PC.



Das Office Look & Feel der Anfangszeit

 

1989: Eine gemeinsame Suite: Microsoft Office

Im Herbst 1990 werden die drei Komponenten Word, Excel und PowerPoint unter dem Namen „The Microsoft Office“ für Windows in einer gemeinsamen Suite gebündelt, erhältlich auf Disketten oder CD-ROM. Die Macintosh-Variante war hingegen bereits seit Juni 1989 erhältlich. Office 3.0 (später auch Office 92) folgt Ende August 1992 und enthält aktualisierte Fassungen der Anwendungen: Excel verfügt in der Version 3.0 erstmals über Toolbars und Word unterstützt Drag-and-Drop. Das Office-Paket beinhaltet auch Microsoft Mail, welches später gegen Outlook abgelöst werden wird.

 

Ein frischer „Northwind“1 weht, als Microsoft sein Office-Paket um das vollrelationale Datenbankmanagementsystem (DBMS) „Microsoft Access“ ergänzt, welches erstmals im November 1992 auf der COMDEX-Messe in Las Vegas vorgestellt wird. In nicht mal einem Jahr verkauft Microsoft über eine Millionen Kopien und führt damit die Liste der für Windows verfügbaren Datenbankanwendungen an. Access wird später Bestandteil der „Professional-Edition“ und erschien im Gegensatz zu den anderen Office-Komponenten nie für Macintosh.

 

Zusammen mit der EinfĂĽhrung von Windows 95 im August 1995 erreicht Microsoft Office einen weiteren Meilenstein. Erstmals besteht die Suite aus 32-Bit Applikationen, alle Komponenten tragen zur Vereinfachung die gleiche Versionsnummer und obliegen demselben Entwicklungszyklus. Eine der wesentlichsten Neuerungen ist die Fehlerkorrektur in Word 95, die durch eine rote verschnörkelte Unterstreichung auf Tippfehler hinwies und bis heute in den Office Programmen erhalten blieb. Bereits Ende 1995 nutzen ĂĽber 30 Millionen Anwender Microsoft Excel.

 

Mit Office 97 kann Microsoft den Erfolg ab November 1996 mit dem beginnenden Vorweihnachtsgeschäft fortsetzen. Microsoft Outlook wird Bestandteil der Office-Suite und ebenso „Clippy“, ein von Microsoft in Form einer Büroklammer eingeführter Hilfeassistent, soll die Anwender über die nächsten Jahre hinweg begleiten. Zur Auswahl stehen alternative Varianten in Form eines roten Balls, einem Professor oder Mutter Erde. Obwohl bereits ab Office XP standardmäßig deaktiviert, verabschiedet sich Microsoft erst mit der Einführung von Office 2007 endgültig von dem stets hilfsbereiten Assistenten. Die Macintosh-Variante von Office 97 erscheint als „Office 98“ im Januar 1998.

 

 

Word97 Easter Egg: Pinball


Die Microsoft Office Entwickler haben sich mit einem Minispiel in Word 97 verewigt.


Office 2000 ebnete verstärkt den Weg zum Masseneinsatz in größeren Umgebungen, nutzt es doch erstmals die „Windows Installer“-Technologie, mit welcher sich unter anderem auch Service Packs integrieren lassen und das Büropaket besser per Netzwerk verteilt werden kann.

 

Veröffentlicht wird die neue Version im März 1999, ist aber genauso wie sein Vorgänger vom „Jahr-2000-Problem“ (Y2K-Bug) betroffen. Für beide Versionen erscheinen vor dem Jahrtausendwechsel Patches, die Millionen Anwender und Systemadministratoren einspielen müssen. Auch muss Microsoft diverse Sicherheitsfunktionen in Office 2000 verstärken. Besonders Makroviren wie „Melissa“, der allein geschätzte 80 Millionen Dollar Schaden anrichtete, wurden Mitte bis Ende der 1990er-Jahre populär und partizipierten von der starken Verbreitung der Office-Suite. Millionenfach konnten sich diese Viren per E-Mail oder Disketten verbreiten und PCs infizieren.

 

In Verbindung mit Windows XP erscheint Anfang März 2001 „Microsoft Office XP“, welches aber auch auf den vorigen Windows-Plattformen Windows 98, NT 4.0, sowie Windows ME und Windows 2000 lauffähig ist. Microsoft übernimmt die neue Namenskonvention seines Windows-Betriebssystems auch für Office und führt genauso eine zwingend erforderliche Produktaktivierung ein. Anwender müssen innerhalb eines eingeschränkten Zeitraums die Office-Suite entweder per Internet oder per Telefon aktivieren, andernfalls stellt das Produkt seinen Dienst ein.

 

Bereits mit Office XP fokussiert Microsoft sich noch stärker in Richtung Unternehmensumfeld und baut entsprechende Funktionalitäten mit dem Nachfolger Office 2003 intensiver aus, kündigt zeitgleich aber die Unterstützung von Windows 98, ME und Windows NT 4.0 ab. Zusammen mit dem ebenfalls im März eingeführten „SharePoint Portal Server 2001“ visiert Microsoft eine stärkere Webintegration an, um Dokumente und Inhalte in Webportalen innerhalb von Unternehmen zu teilen und kollaboratives Arbeiten zu ermöglichen.

 

Die Office-Suite wird um die Komponenten „InfoPath“, einer Anwendung zum Erstellen von Formularen, sowie dem Notiztool „OneNote“ ergänzt. Ebenso erhält Office mit dem „Microsoft Office Picture Manager“ eine Anwendung zur Verwaltung von Fotos und Bildern. Verstärkte Sicherheitsmechanismen im Makrobereich, sowie nahtlosere Integration in die Unternehmensdomäne mittels voller Unterstützung von Gruppenrichtlinien erweitern das Paket.

Bis heute gilt Office 2003 als eines der meist genutzten Office-Suites und ist nach wie vor auf vielen privaten und geschäftlichen PCs vorzufinden, wenngleich der erweiterte Support am 08. April 2014 endgĂĽltig eingestellt wird. Office 2003 ist das letzte Office mit klassischen MenĂĽs und Symbolleisten, sowie der UnterstĂĽtzung fĂĽr Windows 2000, denn der Nachfolger Office 2007 setzt bereits mindestens Windows XP voraus.



Paradigmenwechsel

Die mit Office 2007 eingeführte Ribbon-Bar, oder auch Multifunktionsleiste genannt, soll einen Paradigmenwechsel darstellen, mit welchem Microsoft sich Anfang 2007 von den klassischen Menüstrukturen verabschiedet. Die neue Gestaltung soll die Bedienung deutlich vereinfachen, verärgert zugleich aber auch alteingesessene Anwender, die sich über die Jahre hinweg an die einheitliche Menüstruktur und deren Bedienung gewöhnt hatten. Bis zur aktuellen Version 2013 verbessert Microsoft die Multifunktionsleiste stetig und konnte damit sicherlich einige Verfechter der klassischen Menüs inzwischen überzeugen und zurückgewinnen.

 

Neu sind auch die auf XML-basierenden Dateiformate, „Office OpenXML“ genannt. Die Dateiendungen tragen zur Kennzeichnung jeweils ein „x“ an der Dateiendung. Anwender früherer Office-Produkte müssen eine Erweiterung installieren, ein so genanntes „Compatibility Pack“, um die neuen Dateiformate öffnen zu können. Erstmalig können auch PDF-Dateien exportiert werden, was aufgrund rechtlicher Probleme aber nur doch ein Addin möglich ist, das Anwender separat herunterladen werden müssen.



Vernetztes Arbeiten – Der Weg in die Cloud

Als Microsoft die Entwicklung fĂĽr Office 2007 beendet, startet bereits die Entwicklung des Nachfolgers Office 2010. Im Juni 2010 erfolgt die Veröffentlichung der neuen Office-Version, welche erstmalig nicht nur als 32-Bit, sondern auch als 64-Bit Variante erhältlich ist. Daneben erscheint mit „Microsoft Office Mobile“ auch ein Derivat fĂĽr die mobilen Plattformen „Windows Mobile 6.5“ sowie „Windows Phone 7“. 

Des Weiteren debütierten die „Office WebApps“, womit Microsoft den Weg in Richtung Cloud stärker forcieren will. Word, Excel, PowerPoint und OneNote stehen neben der klassischen Desktop-Variante auch als Variante im Webbrowser zur Verfügung. Für eine bessere Vernetzung sorgt der „Outlook Social Connector“, ein Addin für „Microsoft Outlook 2010“, mit welchen Anwender ihre Profile bei sozialen Netzwerken wie Facebook und LinkedIn verknüpfen können, um unter anderem Status Updates zu erhalten.

Die einzelnen Komponenten hatten bereits in der Vorgängerversion zahlreiche Verbesserungen erhalten und werden erneut verbessert, unter anderem durch die Einführung neuer SmartArt-Vorlagen, ScreenCapture-Features, Animationsmöglichkeiten und die Unterstützung neuer Windows 7 Features wie Sprunglisten-Funktionalitäten (JumpLists). Office 2010 entwickelt sich schnell zu einer erfolgreichen Office-Version, wird in vielen Unternehmensnetzwerken verteilt und verkauft sich innerhalb eines Jahr über 31,5 Millionen Mal.

 

Mit der derzeit aktuellen Version „Office 2013“ konzentriert Microsoft sich noch intensiver auf Cloud Computing und vernetztes Arbeiten. So können aus jeder Office-Applikation Dokumente direkt via der integrierten „Microsoft OneDrive“ Funktion in der Cloud gespeichert werden.

 

Neben der klassischen Desktop-Variante bietet Microsoft mit „Office 365“ ein umfassendes „Büropaket in der Cloud“, sowohl für Privatpersonen als auch Unternehmen basierend auf verschiedenen Abonnement-Modellen an. Neben der „Office Mobile“ Variante erweitert „Office 2013 RT“ das Portfolio um eine für Windows RT Tablets angepasste Version. Seit Kurzem ist außerdem eine spezielle Version für Apples iPad verfügbar, welche seit der Veröffentlichung Ende März 2014 bereits über 12 Millionen Mal heruntergeladen wurde.

 

Da sich die Anforderungen der Anwender in den letzten Jahren stark verändert haben und sozial-interagierender, aber auch sicherheitsbewusster geworden sind, richtet Microsoft seine Office-Suite mit der Version 2013 und Office 365 genau darauf aus: Sichere Synchronisation hinweg über verschiedene Geräte und Plattform, sowie noch stärkere Integration sozialer Applikationen runden das Paket für anspruchsvolle Anwender und Unternehmen ab. Vieles wird deutlich einfacher für Letztere, da sich beispielsweise externe Mitarbeiter wesentlich flexibler durch Berechtigungskonzepte in die eigene Infrastruktur integrieren und mit unternehmensinternen Mitarbeitern vernetzen lassen.

Das Thema Datenschutz und Datensicherheit rĂĽckte in den vergangenen Jahren stark in den Fokus. Auch wenn in Deutschland derzeit noch einige Bedenken und Vorurteile gegenĂĽber Cloud-Diensten hinsichtlich Sicherheit, Datenschutz und VerfĂĽgbarkeit herrschen, so ĂĽberwiegen die Vorteile und Argumente fĂĽr cloudbasiertes Hosting deutlich.

 

Speziell Unternehmen können von dem „Office 365“-Abonnementmodell partizipieren, da sie zum einen ihre Liquidität durch monatliche GebĂĽhren an Stelle hoher Investitionen fĂĽr Hardware, Speicher und Lizenzen, aber auch Energie sparen können. Durch den optimalen und flexiblen Einsatz von Hard-und Software können Kapazitäten bestmöglich ausgelastet und dem Bedarf angepasst werden. Da Office 365 in ausgewählten Editionen auch die normalen Office 2013 Anwendungen enthält, entfällt eine Umstellung der Arbeitsweise im Unternehmen weitgehend. Während fĂĽr Office 2013 Gerätelizenzen erworben werden, stehen beim Lizenzmodell von Office 365 Personenlizenzen im Vordergrund, welche die Office Programme auf bis zu fĂĽnf Endgeräten installieren können. Somit ist gerade in Unternehmen, die dem Trend zu BYOD (Bring Your Own Device) folgen, das neue Lizenzmodell von Office 365 recht beliebt. 

 

Zum anderen entfallen fĂĽr IT-Abteilungen zeitintensive Aufgaben, wie Serverbetreuung, Backup und Softwarewartung, wie das Einspielen von sicherheitskritischen Updates. Diese Aufgaben erfolgen zentral im Microsoft Rechenzentrum, ohne dass sich die eigenen IT-Mitarbeiter darum kĂĽmmern mĂĽssen.

 

Microsoft garantiert Unternehmen und Anwendern „Sicherheit, Richtlinientreue und Datenschutz“. Office 365 entspricht unter anderem den durch ISO/IEC 27001 gestellten Normen und hält ferner die EU-Standardvertragsklauseln HIPAA-BAA und FISMA ein, die unter anderem Anforderungen hinsichtlich strikter Einhaltung physischer, administrativer und technischer Sicherheitsvorschriften stellen. Kundendaten werden ausschließlich auf Servern innerhalb Europas gehostet. Derzeit sind dies Dublin in Irland sowie Amsterdam in den Niederlanden.

 

Kunden profitieren ferner von einer professionellen Hochverfügbarkeit. Daten stehen mindestens zu 99,9% zur Verfügung, wobei im ersten Quartal 2014 sogar eine Verfügbarkeit von 99,96% erreicht werden konnte. Und sollte doch mal ein Server oder eine Komponente ausfallen, übernehmen dank redundante ausgelegter Systeme und permanenter Überwachung andere Server die Dienste, sodass Sie ohne die geringste Verzögerung Ihre Arbeit fortsetzen können.

 

Ein weiteres wichtiges Argument ist, dass Ihre Daten Ihnen gehören - überall und jederzeit. Unternehmen und Anwender erfahren vollkommen transparent, wo sich Ihre Daten befinden, welche verschlüsselt abgespeichert werden, und unter welchen Umständen auf Daten zugegriffen wurde. Systemadministratoren können ferner festlegen, welche Geräte zugriffsberechtigt sind, oder von welchen Orten sich Anwender einloggen dürfen. Eine Zwei-Faktor-Authentifizierung sowie Rollenbasierte-Zugriffsberechtigungen sorgen für zusätzliche Sicherheit.

 

Zusammenfassend bietet Office 365 ein umfassendes Sicherheitskonzept, Datenschutz und Hochverfügbarkeit, um Sie optimal bei der Bewältigung Ihrer Aufgaben zu unterstützen.