white duck Azure News 10/2021: Webbasierte Version von Visual Studio Code, OpenTelemetry Unterstützung im Azure SDK für .NET und mehr

CSP2: Microsoft Azure News – Oktober 2021

Die Cloud-Experten des Telekom Cloud Solution Partners white duck aus Rosenheim recherchieren jeden Monat die wichtigsten Neuerungen zu Microsoft Azure und stellen diese in einem übersichtlichen Blogbeitrag zusammen. Wir filtern daraus immer die Top 5 Azure News des Monats heraus, die Sie unbedingt auf dem Schirm haben sollten.

1. Visual Studio Code fürs Web jetzt als Public Preview verfügbar

Visual Studio Code steht jetzt in einer webbasierten Version zur Verfügung, die ohne Installation auskommt. Die Webversion verfügt über einen eingeschränkten Funktionsumfang. Sie können damit aber trotzdem verschiedene Aufgabe ausführen, beispielsweise Code von Ihrem lokalen Rechner, von GitHub oder aus Azure-Repos schnell öffnen und bearbeiten. Außerdem kann Visual Studio Code für den Browser in einen GitHub Codespace umgeschaltet werden, falls Sie eine umfangreichere Programmierumgebung benötigen oder sie die am Code vorgenommene Änderungen testen möchten. Der Wechsel zwischen der Browser-Version und der Desktop-Version auf Ihrem Rechner funktioniert nahtlos. 

Mehr Informationen zu Visual Studio Code im Browser erfahren Sie hier.

2. Experimentell: OpenTelemetry wird jetzt vom Azure SDK für .NET unterstützt

OpenTelemetry ist ein Projekt, das das Sammeln von Telemetriedaten in verteilten Systemen unterstützt. Anstatt die Bibliotheken Ihrer Hosting- und Tracing-Lösung zu verwenden, wird bei OpenTelemetry eine einheitliche Bibliothek bereitgestellt. In einer experimentellen Version wird das Projekt jetzt vom Azure SDK für .NET unterstützt. Daraus ergibt sich eine Reihe von Vorteilen:

  • Sie müssen Ihren Code nicht mehr anpassen, wenn Sie Ihren Hosting-Anbieter oder Ihre Tracing-Lösung wechseln
  • OpenTelemetry standardisiert die Sammlung, die Instrumentierung und den Export von verteilten Tracing-Daten
  • Es werden unterschiedliche Open-Source-Projekte wie zum Beispiel Jaeger und Prometheus unterstützt

Beachten Sie, dass die Unterstützung im Azure SDK für .NET derzeit experimentell ist. Wenn Sie zu OpenTelemetry wechseln möchten, muss nur die Exporterweiterung geändert werden.

Erfahren Sie hier mehr zum Thema.

3. Public Preview: Objektreplikation für Azure Block Blob Storage Premium

Azure Blob Storage Premium verfügt über eine geringere und konsistentere Speicherlatenz. Dadurch sind auch die Speicherantwortzeiten für Lese- und Schreibvorgänge mit verschiedenen Objektgrößen gering und konsistent. Dies ist vor allem in Szenarien mit IoT, Telemetrie, KI oder für Szenarien mit menschlicher Interaktion wichtig.

Mit der Objektreplikation können jetzt Blockblobs einschließlich ihres Inhalts, der zugehörigen Versionen und ihrer Metadaten von einem Storage-Konto zu einem anderen Ziel kopiert werden. Dies geschieht asynchron und regionenübergreifend. Außerdem ist es jetzt möglich, eigene Regeln für den Kopiervorgang zu konfigurieren. Auf diese Weise können die Kosten durch die Arbeit mit Storage Tiers und Richtlinien für den Lebenszyklus optimiert werden. Darüber hinaus wird die Datenanalyse nur in einer Region durchgeführt und nur die Ergebnisse der Analyse werden repliziert, wodurch Latenzzeiten weiter minimiert und die Datenverteilung optimiert werden kann.

Um die Objektreplikation zu nutzen, muss der Änderungsfeed für das Quellkonto aktiviert sein und die Blob-Versionsverwaltung muss sowohl für das Quell- als auch für das Zielkonto aktiviert sein.

Weitere Einzelheiten finden Sie in der Dokumentation.

4. Public Preview: Authentifizierung in Azure Static Web Apps mithilfe serverloser Funktionen anpassen

Azure Static Web Apps ist ein Dienst, der automatisch Web-Apps auf Grundlage eines Code-Repositorys erstellt und diese auf Azure bereitstellt. Sie können jetzt eine serverlose Funktion definieren, die aufgerufen wird, sobald Benutzende sich erfolgreich bei Ihrer Static Web App anmelden. Über die Funktion können dann von ihnen definierte Rollen den eingeloggten Benutzenden zugewiesen werden. Auf diese Weise lassen sich beispielsweise routenbasierte Authentifizierungsregeln erstellen. Außerdem können andere serverlose Funktionen in Ihrer App auf diese Rollen zugreifen.

Mithilfe dieses neuen Features erhalten Sie mehr Flexibilität, mit Blick auf die Rollenzuweisung in Ihrer Anwendung. Beispielsweise lassen sich jetzt folgende Szenarien umsetzen:

  • Weisen Sie mehr als den 25 Benutzende, die von dem existierenden und eingebauten Einladungssystem unterstützt werden, benutzerdefinierte Rollen zu.
  • Fragen Sie eine Datenbank ab, um zu bestimmen, welche benutzerdefinierten Rollen einem Nutzenden zugewiesen werden sollen.
  • Rufen Sie die Microsoft Graph API auf, um Benutzende basierend auf ihrer Active Directory-Gruppenzugehörigkeit Rollen zuzuweisen.
  • Nutzen Sie Claims eines Identitätsanbieters, um die Rollen Ihrer Benutzenden zu bestimmen.

Erfahren Sie mehr über diese neue Funktion in der Dokumentation.

5. Public Preview: Unterstützung der HTTPS-Proxy-Konfiguration beim Azure Kubernetes Service

Azure Kubernetes Service bietet jetzt Unterstützung für HTTPS-Proxys bei der Erstellung von AKS-Clustern und Knoten-Pools. Die Funktion erleichtert die Integration mit HTTPS-Proxys, die voraussetzen, dass Knoten so konfiguriert sind, dass sie schon beim Hochfahren über eine Internetverbindung verfügen.

Allerdings gibt es beim Verwenden dieser Funktion einige Einschränkungen, die Sie beachten sollten. In der folgenden Liste finden Sie die nicht unterstützten Aspekte:

  • Unterschiedliche Proxy-Konfigurationen pro Knoten-Pool werden nicht unterstützt.
  • Es ist nicht möglich, die Proxy-Einstellungen nach der Cluster-Erstellung zu aktualisieren.
  • Eine Benutzungs-/ Passwort-Authentifizierung wird ebenfalls nicht unterstützt.
  • Benutzerdefinierte CAs für die API-Server-Kommunikation sind nicht möglich.
  • Es werden keine Windows-basierten Cluster unterstützt.
  • Ebenfalls nicht unterstützt werden Knoten-Pools mit Virtual Machine Availability Sets (VMAS).

Hier finden Sie weitere Informationen zur Einrichtung der Proxy-Konfiguration.

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