Gastbeitrag von Telekom Cloud Solution Partner QUNIS: Digitalisierung und Datenarbeit – wo stehen Unternehmen im deutschsprachigen Raum?

Die Experten unseres Partners QUNIS unterstützen ihre Kunden mit Beratung, Vorgehensmodellen, Frameworks und moderner Technologie und bieten einen Rundum-Service an – von der Entwicklung einer zielführenden Strategie bis hin zur nachhaltigen Verankerung der Lösung. Annefried Simoneit ist Consultant Strategy bei der QUNIS GmbH. Zu ihren Schwerpunkten gehören aktuell die Strategie- und Organisationsentwicklung für Data & Analytics-Initiativen, das Thema Data Governance für den Data Lake sowie die Begleitung von Softwareauswahlprojekten für Frontend, Planung und Backend. Darüber hinaus leitete sie das Studienprojekt the factlights 2020, um die es nachfolgend geht, und gehört zum Autorenteam der Erhebung.

Gastbeitrag QUNIS

Fahren Unternehmen im deutschsprachigen Raum auf der digitalen Überholspur oder stehen sie (noch) im Datenstau? Inwieweit sind Digitalisierung, Datenarbeit & Co. in den Fachbereichen angekommen? Wo sind Herausforderungen? Wo liegen Hindernisse? Welche Lessons Learned sind zu ziehen? Klar ist: Wie Unternehmen aktuell mit dem Thema Digitalisierung umgehen und welche Vorteile sie daraus ziehen, wird entscheidend sein für ihren Erfolg und für die Realität jedes einzelnen.

Vor diesem Hintergrund hat der Data & Analytics-Experte QUNIS die zentrale Online-Studie the factlights 2020 initiiert. Ausgewählte Medien haben die Erhebung zudem unterstützt. Daran beteiligt hatten sich im vergangenen Jahr zwischen März und Juni zahlreiche Mitarbeiter aus allen Fachbereichen und Vertreter der Leitungsebene von über 1.000 Unternehmen unterschiedlichster Branchen. Die entscheidende Erkenntnis: So gut wie alle Unternehmen im deutschsprachigen Raum befinden sich mehr oder weniger mitten im digitalen Transformationsprozess, doch es gibt noch einige Herausforderungen und Lessons Learned.

Adopter - Discoverer - Frontrunner

Drei dezidierte Cluster des konkreten Digitalisierungsgrads bei den Unternehmen wurden im Rahmen der Studie sichtbar – dies sind Frontrunner, Discoverer und Adopter. Die Zuordnung basiert hierbei auf einem Scoring-Modell, das von einem Grad 0 für keine Anstrengungen im Hinblick auf die Digitalisierung bis zum Grad 3 für einen maximalen Fokus darauf reicht. Zwischen 0 und 1,3 bewegen sich die Adopter, die Discoverer siedeln sich zwischen 1,3 und 1,9 an. Die Frontrunner haben einen Reifegrad über 1,9 bis 3. Insgesamt sind 51 Prozent der Umfrageteilnehmer in einem Unternehmen tätig, dessen Digitalisierungsgrad zwischen 1,3 und 1,9 liegt, jeweils rund ein Viertel bewegen sich darüber bzw. darunter. the factlights 2020 zeigt, dass Digitalisierung und Datenarbeit übergreifend ein fester Bestandteil des Arbeitsalltags geworden sind und sich so gut wie alle Unternehmen in einem digitalen Transformationsprozess befinden.

Bester Reifegrad

Den höchsten Digitalisierungsgrad erreichen die Frontrunner. Vertreter in dieser Gruppe sind dadurch gekennzeichnet, dass sie die Digitalisierung in allen Bereichen mit Investitionen äußerst stark vorantreiben und dabei stets strategisch vorgehen. Vor diesem Hintergrund beeinflusst die Digitalisierung auch den Arbeitsalltag in diesen Unternehmen. Überhaupt wirkt sich die hier vorhandene zentrale Bedeutung von Daten auf die gesamte Unternehmenskultur aus.

Wegmarken gestellt

Die Discoverer als die Gruppe mit einem mittleren Digitalisierungsgrad wissen bereits um die Bedeutung von Daten. Wenn auch nicht mit höchster Priorität, gibt es schon gezielte Investitionen in entsprechende Initiativen. Neben der digitalen Prägung des Portfolios an Produkten und Dienstleistungen spürt man im Arbeitsalltag die Veränderungen. Nicht zuletzt handeln diese Unternehmen mit einer überwiegend strategischen Ausrichtung, denn zumeist ist eine Roadmap für die Digitalisierung vorhanden.

Noch im Anfangsstadium

Aufgrund ihres niedrigsten Digitalisierungsgrads weisen Adopter Investitionen in Digitalisierungsinitiativen nicht die höchste Priorität zu und sie gehen sie nur vereinzelt strategisch an. Hinsichtlich der Bedeutung der Daten ist festzustellen, dass diese in den Unternehmen eher selten als wertvolles Wirtschaftsgut gesehen werden. Im Umkehrschluss erklärt dies auch die lediglich geringen digitalen Einflüsse auf die angebotenen Portfolios. Veränderungen im Arbeitsalltag sind ebenfalls kaum zu bemerken.

Greifbare Veränderungen durch Digitalisierung

Die Ergebnisse von the factlights 2020 zeigen klar, dass Digitalisierung und Datenarbeit übergreifend ein fester Bestandteil des Arbeitsalltags geworden sind und sich nahezu alle Unternehmen in einem digitalen Transformationsprozess befinden. Knapp ein Drittel der Befragten geben an, dass die Digitalisierung mindestens vier von fünf Tagen ihrer Arbeitswoche beeinflusst. Spürbar waren diese Veränderungen vor allem in den vergangenen zwei Jahren: 19 von 20 Teilnehmern geben an, dass sich in diesem Zeitraum durch die Digitalisierung ihre tägliche Arbeit verändert hat.

Differenzierte Chancenbewertung… 

Je nach Grad der Digitalisierung des Unternehmens nehmen die Teilnehmer eine differenzierte Bewertung der Chancen der Digitalisierung vor. Ein digitaler Lebenszyklus lässt sich ausmachen. Adopter sehen die Hauptpotenziale dabei vorrangig in den internen Prozessen. Schwerpunktthemen beziehen sich zum Beispiel auf eine höhere Prozesseffizienz oder eine verbesserte Unternehmenssteuerung. Frontrunner hingegen scheinen interne Hürden bereits überwunden zu haben. Sie widmen sich verstärkt der Realisierung komplexerer Chancen, wie etwa dem Aufbau neuer digitaler Geschäftsmodelle und Initiativen zur Umsatzsteigerung oder Produktindividualisierung. Discoverer schließlich zeigen in ihrer Chancenwahrnehmung, dass sie sich inmitten des digitalen Transformationsprozesses zwischen Frontrunner und Adopter befinden. In ihrem Fokus liegen bereits vermehrt komplexere Aspekte wie beispielsweise digitale Geschäftsmodelle. Weiterhin großes Gewicht haben aber auch intern gerichtete Themen wie Prozesseffizienz oder eine verbesserte Unternehmenssteuerung.

… bei positiver Grundstimmung

Alles in allem und unabhängig von der Beeinflussung des Arbeitsalltages durch Digitalisierung lässt sich eine positive Stimmung ausmachen. Der Großteil der Befragten sieht dem weiteren digitalen Arbeitsalltag zuversichtlich und freudig entgegen. Die Unternehmen scheinen ebenfalls optimistisch gestimmt, selbst Konjunkturabkühlungen bremsen die Digitalisierung nur bedingt. Nur drei bis vier Prozent der Befragten sind der Meinung, dass ihr Unternehmen nicht bereit wäre, auch in konjunkturschwachen Zeiten in Digitalisierungsinitiativen zu investieren. Die Mehrheit schätzt ihr Potenzial durchschnittlich (45%) oder sogar hoch (26%) ein und will auch bei konjunktureller Abkühlung die Digitalisierung weitertreiben.

Die kompletten Studienergebnisse der Erhebung mit allen Zahlen, Daten und Fakten stehen kostenfrei zum Download unter www.the-factlights.de/studie2020 bereit.

Über the factlights 2020

Über the factlights 2020

the factlights ist eine Initiative des Data & Analytics-Experten QUNIS: Die Studie the factlights 2020 wurde zusammen mit namhaften Partnern und Sponsoren durchgeführt. Dazu zählen die CA Controller Akademie, führender Schulungs- und Weiterbildungsanbieter für Finance und Controlling, die Rechtsanwaltsgesellschaft HEUSSEN, der Digitalisierungsexperte Liebich & Partner sowie die WTS ITAX.

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