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Objektkultur

Von 0 auf 100 (Mitarbeitende) in gut 15 Jahren. Ein ehrliches und gleichzeitig inspirierendes Gespräch über Verantwortung – für sich, das eigene Team und die Gesellschaft.

Was sagt es über einen Menschen aus, wenn er die Unwägbarkeiten einer Skitour im freien Gelände der Scheinsicherheit auf der Skipiste vorzieht und schon während des Studiums den Sprung in die Selbständigkeit wagt? Und was sagt es über eine Firma aus, wenn sie unter anderem junge Sportler im lokalen Verein und die gemeinnützige Tafel unterstützt, das freiwillige Ehrenamt ihrer Mitarbeitenden fördert und sich für Klima- und Umweltschutz engagiert? Im Falle von Jean Hamacher und des von ihm gemeinsam mit Stefan Schwärzler geführten Karlsruher Software- und IT-Consulting-Unternehmens Objektkultur scheint es vor allem für eines zu stehen: Verantwortung übernehmen – für sich und für andere. Vermutlich passt keine persönliche Einstellung besser in diese von der Corona-Pandemie geprägte Zeit. Grund genug, mit dem überzeugten Unternehmer Jean Hamacher über seine Firma und die Digitalisierung in Deutschland zu sprechen. Herausgekommen ist ein Zukunftspartner-Interview, das nicht nur Spaß, sondern auch Mut macht.

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Die große Lust an der Verantwortung

Jean Hamacher beim Skifahren (Skitour/ Freeride)

Jean Hamacher beim Skifahren (Skitour/ Freeride)


Herr Hamacher, Objektkultur gibt es bereits seit 2004 und beschäftigt über 100 Mitarbeitende. Wie kam es dazu?

Der Ursprung von Objektkultur geht eigentlich zurück in die 90er Jahre. Damals erklärten mir meine Eltern, dass ich das an meine Berufsausbildung anschließende BWL- und Wirtschaftsinformatik-Studium mehr oder weniger selbst finanzieren müsste. Ich begann mit einem Praxissemester bei Siemens und bekam die Gelegenheit, dort weiter zu arbeiten, aber eben nur freiberuflich. Also bin ich zum Rathaus und hab‘ mir einen Gewerbeschein geholt. Ich bin sozusagen ins kalte Selbständigkeits-Wasser gestoßen worden, worüber ich im Nachhinein natürlich sehr glücklich bin. Denn so habe ich sehr früh Lust daran empfunden, Unternehmer zu sein und irgendwann mal eine eigene Firma zu haben. Ich habe dann nach dem Studium noch einige Jahre freiberuflich gearbeitet und viel gecodet und programmiert, bis dann 2004 tatsächlich die Gründung von Objektkultur und der Einzug in ein festes Büro anstanden.

Und dann ging die Entwicklungskurve direkt steil nach oben?

Wir sind innerhalb von drei Jahren auf circa zehn Mitarbeitende angewachsen. Richtig Fahrt aufgenommen hat Objektkultur, als Stefan Schwärzler im Jahr 2007 eingestiegen ist. Wenn du da alleine an der Spitze eines Unternehmens stehst, gibt dir ja kaum jemand echtes Feedback oder diskutiert auf Augenhöhe mit dir. Stefan hatte schon einmal eine Firma groß gemacht und an den neuen Markt gebracht. Er schuf die notwendige Struktur, dass Objektkultur überhaupt so erfolgreich wachsen konnte – und das mit möglichst wenig Schmerzen. 

Aber Wachstumsschmerzen gab es trotzdem? Was sind Ihre Learnings aus der Zeit?

Wir sind immer organisch gewachsen und haben bewusst auf Zukäufe verzichtet. So lassen sich schon mal viele Wachstumsschmerzen vermeiden. Wir wollten eine familiäre Unternehmenskultur schaffen – einen Ort, wo jeder gerne hinkommt und wo sich auch nach Jahren jeder noch wohlfühlt. Geschwindigkeit kann aber ein Problem sein. Nicht wenn man als Unternehmen noch klein ist, aber später schon. Denn gerade als Consulting-Firma musst du Wissen auch intern weitergeben können und das geht nicht beliebig schnell. Aus dem Bauch heraus würde ich sagen, dass eine jährliche Wachstumsrate von zehn bis fünfzehn Prozent gesund und gut umsetzbar ist. Da kann man Prozesse noch geplant anpassen, die Bedürfnisse der Mitarbeitenden im Blick behalten und die Arbeitsqualität sicherstellen. Wenn der Kunde sich bei dir meldet, weil was nicht gut funktioniert und er unzufrieden ist, dann ist das Kind ja bereits in den Brunnen gefallen und du musst in den ressourcenaufwendigen Rettungsmodus wechseln. Wir reagieren lieber vorher.

So lässt sich auch das Wachstum in puncto qualifizierte Fachkräfte und zufriedene Mitarbeitende besser stemmen, oder?

Genau. Denn welche Möglichkeiten hast du denn als Unternehmer: Wenn es immer schnell gehen muss, engagierst du entweder teure Headhunter oder steckst viele Ressourcen in Stellenausschreibungen und Auswahlprozesse. Wenn du eher kontinuierlich wächst, kannst du dein Geld und deine Zeit auch in die Ausbildung junger Nachwuchskräfte stecken. Die bringen viele tolle Impulse in die Firma und haben zudem den Vorteil, dass sie den berühmten Stallgeruch schon haben, wenn sie dann fest bei uns anfangen. Das ist in meinen Augen auch der Grund, warum wir über die Jahre kaum Fluktuation haben. Und ich kann guten Gewissens sagen, dass hier jeder mit jedem gerne ein Bier trinken geht.

Und welche Vorteile erwarten sich Ihre Kunden von der Zusammenarbeit mit Ihnen? 

Wir verstehen uns als Digitalisierungs-Partner für unsere Kunden und zwar von der Entwicklung der Idee über die Konzeptionierung und Implementierung bis zum Betrieb. Dabei setzen wir gerne auf das DevOps-Prinzip, den Evergreen-Ansatz und die Cloud. Unser Neukundengeschäft ist sowieso nahezu zu 100 Prozent Cloudgeschäft und auch unsere Bestandskunden versuchen wir von den Vorteilen einer Cloud-Lösung zu überzeugen. Dabei agieren wir als Technologie-Experte und Prozessberater. So sind wir in der Lage, gemeinsam mit dem Kunden eine Vision oder eine konkrete Idee zu entwickeln, wie wir sein Geschäft voranbringen oder erweitern können. Dabei ist uns eine Partnerschaft auf Augenhöhe wichtig.

CRM-Einführung in nur sechs Wochen

Der Finanzdienstleister Lowell hat fast 5.000 Mitarbeitende in acht europäischen Ländern, 1.500 davon an 13 verschiedenen Standorten in Deutschland. An allen 13 Standorten wurden unterschiedliche Applikationen für das Customer-Relationship-Management eingesetzt und Teilprozesse noch manuell umgesetzt. Das sollte sich zukünftig und vor allem schnell ändern.

Objektkultur implementierte deshalb die CRM-Lösung OKSales zunächst für eine Gesellschaft. Wenige Zeit später erfolgte die Adaption auf die restlichen Gesellschaften. Durch Nutzung der neuen cloud-basierten CRM-Plattform entfielen manuelle Prozesse wie z. B. das Erfassen von Vertriebsaktivitäten in Excel-Tabellen. Stattdessen können die Mitarbeitenden von Lowell nun zentral und vollständig digital den Fortschritt einer Verkaufschance einsehen, Informationen anreichern und die verknüpften Kontakte sowie Firmendatensätze pflegen. Eine praktische Auslesefunktion ermöglicht das Einscannen von Visitenkarten von unterwegs. Wichtige Dokumente wie beispielsweise Kundenverträge können im CRM-System strukturiert abgelegt werden. So wird die gesamte Kundenbeziehung durchgehend verwaltet. Übersichtliche und zielgruppenspezifische Reports liefern zusätzlich die notwendige Transparenz in Echtzeit.

Technologische Basis für die CRM-Lösung ist Microsoft Dynamics 365 Sales. Da die Lösung im Standard konfiguriert wurde, bleibt sie update-fähig und somit flexibel für weitere Anpassungen. Dank der engen Zusammenarbeit und einer agilen Vorgehensweise konnte das Projekt in lediglich sechs Wochen umgesetzt werden. 
 

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Für mehrere Gesellschaften des Finanzdienstleisters Lowell implementierte Objektkultur die CRM-Lösung OKSales


Customer Identity & Access Management

Bei der Verwaltung und beim Schutz der Identitäten seiner Kunden, spielten für das global agierende Photonik-Unternehmen OSRAM die Unique-Customer-Identity sowie Sicherheit und Governance eine zentrale Rolle. Dabei stand das Unternehmen vor der Herausforderung, die Identity-Management-Prozesse seiner Kunden zu vereinfachen und intelligent mit Salesforce zu verknüpfen. Die mehrmalige E-Mail-Verifizierung sollte so durch Single Sign-on ersetzt werden.

Objektkultur hat dafür mithilfe von Azure AD B2C ein zentrales Customer-Identity- und Access-Management entlang des kompletten User-Lifecycles implementiert, das den Customer-Centricity-Ansatz verfolgt. Dieses zentrale Identity-Management wird von Kundenanwendungen und Diensten als Identity-Provider zur Authentifizierung genutzt. Nutzer registrieren sich einmalig über Azure AD B2C und die Verifizierung läuft über einen E-Mail-Link (Single Sign-on-Prinzip). Auf diese Weise ist ein mehrmaliges Verifizieren über die E-Mail-Validierung per Pin nicht länger notwendig.

Der größte Vorteil liegt somit darin, dass alle OSRAM-Anwendungen über einen Single-Point-of-Truth erreicht werden können. Dabei wurden die User-Flows über das Identity-Experience-Framework bereitgestellt: Registrierung, Anmeldung und Selbstbedienungsfunktion (Passwort-Reset und Benutzerprofilpflege). Zusätzlich wurden Schnittstellen eingerichtet, um Synchronisierungsprozesse von Salesforce und Azure AD B2C für den User-Lifecycle abzubilden. Salesforce wurde dabei als Quell- und Zielsystem angebunden.

Wie kam es zur Zusammenarbeit mit der Telekom?

In unserer Wahrnehmung legen die größeren Technologiehersteller ihren Fokus klar auf Cloud-Consumption. Wir sehen uns aber nicht als Verkäufer von Lizenzen, sondern als Lösungsanbieter – als Berater eben. Dementsprechend haben wir uns nach Partnern umgeschaut, die auch einen Lösungsansatz haben, bei dem wir denken, dass wir gemeinsam Mehrwerte generieren können. Bei der Telekom ist die Bandbreite vom Handyvertrag bis zum ERP-System ausgesprochen groß. Gemeinsam mit unserer Tiefenexpertise lassen sich so tolle Synergien finden. Für uns funktioniert das bisher – und wir arbeiten mittlerweile seit gut zwei Jahren mit der Telekom zusammen – sehr gut und das Feedback aus der anderen Richtung ist auch sehr positiv. Insofern glauben wir, dass die Entscheidung zur Zusammenarbeit die richtige war. 

Dann treten Sie auch gemeinsam beim Kunden auf?

Genau. Allerdings – und das ist uns wichtig – „gemeinsam“ im Sinne von Telekom und Objektkultur als Partnerschaft. Wenn wir gemeinsam beim Kunden Lösungen initiieren und umsetzen, also auch direkten Kundenkontakt haben, dann will ich auch als Objektkultur wahrgenommen werden.

Apropos Wahrnehmung: Wie hat die sich entwickelt, seitdem Sie so eng mit der Telekom zusammenarbeiten?

Ich muss zugeben, ich bin schon lange ein durchaus überzeugter Konsument des Angebots der Telekom. Zum Beispiel haben wir als Unternehmen schon immer unsere Handyverträge von der Telekom. Aber bis dato hatte die Telekom für mich, so wie wahrscheinlich für die meisten Menschen, immer eher so was von einem steifen Großkonzern. Jetzt stehen wir in einem engen und sehr persönlichen Kontakt miteinander. Die Ansprechpartner sind gut erreichbar und wechseln auch nicht ständig. Man merkt, dass sie wirklich Lust haben, gemeinsam etwas auf die Beine zu stellen. In meinem persönlichen Ansehen hat dieser Konzern also einiges an Sympathie dazugewonnen, seitdem wir diese Partnerschaft pflegen. 

Die Zusammenarbeit mit Objektkultur ist für mich ein Paradebeispiel für eine funktionierende Partnerschaft. Ich bestätige gerne, was Jean Hamacher sagt: Man spürt die Lust auf beiden Seiten, gemeinsam etwas für unsere Kunden zu bewegen. Wir sind ein großer Konzern, mit all den damit einhergehenden Pros und Cons. Aber wenn wir an ein Thema glauben, wie an unser Cloud Solution Partner Programm, dann können wir zusammen mit unseren Partnern, die die notwendige Agilität und spezielle Expertise mitbringen, richtig gute Lösungen auf die Beine stellen.

Dirk Heidemann, Telekom

Zum Schluss noch eine Frage zum Stand der Digitalisierung in Deutschland aus Expertensicht: Wo stehen wir in diesen schwierigen Zeiten?

Vielleicht kann man es so formulieren: Es steht nicht mehr, sondern es bewegt sich was. Vor der Corona-Krise hatte ich das Gefühl, dass die Scheu vor Cloud-Computing zwar nachlässt, aber nach wie vor sehr präsent ist. Covid-19 wirkte da wie ein Brandbeschleuniger, der zu einem massiven Umschwung auf Cloud-first- oder gar Cloud-only-Strategien führte und führt. Was dabei spannend ist: Der Treiber sind gar nicht mal zwingend die IT-Abteilungen, sondern die Fachbereiche. Denn die Mitarbeitenden in den Fachbereichen sehen, was möglich ist und was ihnen das für Mehrwerte bringen würde. Die überrennen die IT-Abteilungen teilweise, wenn die nicht Schritt halten und da nicht mitspielen. Wenn die Mitarbeitenden zu jeder Tag- und Nachtzeit auf die Prozesse schauen können, die Daten im Blick haben und Dienstleister integrieren können, dann können sie auch einfach viel schneller auf spontane Situationsveränderungen reagieren. In unsicheren Zeiten, wie sie zum Beispiel gerade jetzt durch die Corona-Pandemie herrschen, ist es ein riesen Wettbewerbsvorteil, wenn man sein Geschäftsmodell bereits digitalisiert hat. Dass das kein Hexenwerk ist, haben ja schon viele Unternehmen bewiesen. 

Sie sind also optimistisch?

Total optimistisch! Ich glaube, dass 2021 ein gutes Jahr wird.


Jean Hamacher

Jean Hamacher hat 2004 die Objektkultur Software GmbH mit Sitz in Karlsruhe gegründet und ist sich sicher: „Betriebsblindheit ist eine große Gefahr und gleichzeitig eine schöne Herausforderung an uns Berater: Denn wir dürfen nicht nur tun, was der Kunde von uns verlangt, sondern müssen auch den Mut haben zu hinterfragen, um so Potenziale und Mehrwerte für den Kunden aufzudecken.“ 

Mehr über die Objektkultur Software GmbH: www.objektkultur.de

Dirk Heidemann, Telekom

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Dirk Heidemann
E-Mail: reseller@telekom.de
LinkedIn: www.linkedin.com/in/dirk-heidemann/

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