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blue-zone AG

Eine Blue Zone in Oberbayern? In jedem Fall eine clevere App für Vertrieb und Service aus Oberbayern! Und ein Gespräch über den Zusammenhang zwischen Mut, Fleiß und Erfolg und den IT-Standort Rosenheim.

DER HANSI FLICK DER IT-WELT
Champions League Ambitionen in Rosenheim

„Als Produktentwicklungshaus reicht es nicht, dass unsere Mitarbeiter in der Bundesliga spielen – sie müssen Champions League Niveau haben.“ Mit dieser Ansage beginnt unser Gespräch mit Richard Mayr, dem Vorstandsvorsitzenden der blue-zone AG und gleichzeitig einem der ersten Partner im Cloud Solution Partner Programm der Telekom. Ihr folgen Sätze wie dieser: „Ich gebe die Richtung vor, stehe am Ruder und bin der Steuermann – aber es sind ganz sicher die Ruderer und nicht ich, die entscheidend sind für Sieg oder Niederlage.“ Richard Mayr hat eine Mannschaft aufgebaut, die höchsten Ansprüchen genügen muss, aber auch höchste Ansprüche an sich selbst hat. Das verbindet Mayr mit Hansi Flick, dem Trainer des FC Bayern München. Nur dass für Mayr zufriedene Kunden mehr zählen als Pokale. Ein Gespräch über eine clevere App für Vertrieb und Service, den Zusammenhang zwischen Mut, Fleiß und Erfolg und was der IT-Standort Rosenheim damit zu tun hat.

blue-zone-mitarbeiter

Überflieger: Das blue-zone AG Team wurde bereits nach vier Jahren von Microsoft als „German Partner of the Year“ ausgezeichnet


Herr Mayr, gleich zu Beginn zwei Vergleiche aus der Sportwelt. Lassen Sie mich raten: Sie sind passionierter Mannschaftsportler?

Falsch geraten: Ich komme aus einer Einzelsportart und habe aktiv als Leistungssportler Skilanglauf betrieben. Da kämpft man nur mit sich selbst und gegen die Uhr. Meine Sporthistorie hat also wenig damit zu tun, wie die blue-zone AG funktioniert. Da zählt schon eher, dass wir in unserem Job sehr große Aufgaben zu bewältigen haben und das können wir nur gemeinsam. Denn Produktentwicklung ist eine wahnsinnig kreative Geschichte und Kreativität entsteht bei uns durch Austausch – also im Team. 

Mit diesem Ansatz scheinen Sie sehr erfolgreich zu sein.

Bereits im Jahr 2015 – da waren wir erst vier Jahre am Markt – sind wir von Microsoft als „Partner of the Year Germany“ ausgezeichnet worden. Natürlich will man immer das Maximum, aber wir haben keine festen langfristigen Ziele. Unsere Prämisse war immer: Wenn sich über zufriedene Kunden und zufriedene Mitarbeiter ein gesundes Wachstum entwickelt, dann ist das gut und richtig so. Nächstes Jahr feiern wir nun unser zehnjähriges Firmenjubiläum. Wir scheinen also die richtigen Dinge zur richtigen Zeit auf die richtige Art und Weise angepackt zu haben. Alle unsere Produkte sollen 100 Prozent cloud- und mobilorientiert sein. Das haben wir 2010 in der Vorphase der Firmengründung schon gesagt. Da waren Mobil und vor allem Cloud noch ganz böse Wörter in vielen IT-Abteilungen mittelständischer Unternehmen. Aber wir waren uns sicher, dass das die Zukunft sein wird. Und wir waren fleißig und mutig und hatten sicher auch mal etwas Glück – übrigens meiner Meinung nach die drei elementaren Faktoren, wenn man erfolgreicher Start-up-Unternehmer werden will – wobei man natürlich nur die ersten beiden beeinflussen kann.

Und für zufriedene Kunden brauchen sie vor allem gute Mitarbeiter?

Neben den fachlichen Qualifikationen müssen unsere Mitarbeiter in unser Team passen. Wir brauchen sowohl Stürmer als auch Verteidiger. Wir brauchen Mitarbeiter, die eine gewisse Wissbegierde mitbringen, denn die meisten Kollegen brauchen ein gutes Jahr Ausbildung bei uns, um ihre Rolle im Team wirklich ausfüllen zu können. Und wir brauchen Mitarbeiter, die sich mit der Champions League identifizieren. Wir haben, wollen und brauchen eben die Besten von den Besten.

Ist es nicht wahnsinnig schwierig, die „Besten von den Besten“ in eine oberbayerische Kleinstadt zu locken?

Da unterschätzen Sie den Standort Rosenheim. Rosenheim liegt in einem Quadrat von ganz namenhaften Hochschulen: Die Technische Hochschule Rosenheim ist im Bereich Informatik die Nummer 2 oder 3 in Bayern. Die Fachhochschule Kufstein hat sich unglaublich gut in der Wirtschaftsinformatik aufgestellt. Die Universität und Fachhochschule in Salzburg liefern hervorragende Nachwuchskräfte. Und dann gibt noch die vielen Studierenden und Absolventen der Technischen Universität in München, die lieber hier draußen als in der Stadt wohnen und arbeiten wollen. Einen viel besseren Standort gibt es fast nicht. Insofern verwundert es auch nicht, dass es hier in der Region sehr viele IT-Unternehmen gibt.

Sind die Hochschulen und Universitäten der einzige Grund für die Ansammlung von erfolgreichen IT-Unternehmen in der Region?

Nein, das hat auch viel mit guter Förderung und Vernetzung zu tun. So gibt es mit dem Stellwerk 18 eine vom Freistaat Bayern und der Stadt Rosenheim geförderte Organisation für Start-ups, die Räumlichkeiten und Beratung anbietet. Zudem wurde bereits vor 20 Jahren mit dem ROSIK e.V. eine Branchenplattform für IT-Unternehmen hier in der Region ins Leben gerufen – eines der sieben Gründungsmitglieder war im Übrigen die Telekom. Und dann wäre da noch der gemeinnützige Verein Rosenheimer Informatik-Netz (Rosine) der Technischen Hochschule Rosenheim zur Förderung der Informatik und Wirtschaftsinformatik. Wir wissen, dass solche Netzwerke ganz entscheidend sind – vor allem wenn sie die gesamte Bandbreite von der Hochschule über die Start-ups bis zu den etablierten Unternehmen berücksichtigen.


Wenn der Name Programm ist

Angesprochen auf den außergewöhnlichen Firmennamen sagt Richard Mayr immer gerne: „Es gibt sechs Blue Zones auf der Welt und wir sind eine davon.“ Tatsächlich gibt es fünf Regionen auf der Erde, in denen die Bewohner eine außergewöhnlich hohe Lebenserwartung von oftmals über 100 Jahren haben und die Blue Zones genannt werden. Sie befinden sich auf der italienischen Insel Sardinien, auf der griechischen Insel Ikaria, auf der japanischen Insel Okinawa, auf der costa-ricanischen Halbinsel Nicoya und in Loma Linda in Kalifornien. Mit dieser außergewöhnlich hohen Lebenserwartung und -qualität sind zwei Attribute verknüpft, die Richard Mayr mit seiner Arbeit verbunden wissen will: Zuverlässigkeit und Wertigkeit. Sie stecken auch im Namen des wichtigsten Produkts, polumana, der eine hawaiianische „Übersetzung“ von Blue Zone ist: „Polu“ steht für himmelblau und „mana“ für Bereich.

Beispielbild der polumana-App auf dem Smartphone
Beispiel der polumana-App auf einem iPad

Die polumana-App kommt bei verschiedenen global agierenden Unternehmen im Vertrieb und beim technischen Service zum Einsatz, unter anderem bei Bora, dem Hersteller von Kochfeldern mit integriertem Dunstabzug, Carl Gross, einem der führenden Anzughersteller Deutschlands, sowie den im Folgenden etwas näher beschriebenen Kundenbeispielen Dr. Schnell und Schock. Sie ist bereits bei über 16.000 Named Usern im Einsatz und unterstützt 18 Sprachen. Außerdem liefert sie umfangreiche Statistiken & Dashboards, eine intelligente Routen- & Tourenplanung und ist 100 Prozent offlinefähig.

Kundenbeispiel Dr. Schnell (Service)

Das Familienunternehmen Dr. Schnell aus München stellt seit Jahrzehnten Produkte für die professionelle Reinigung, Desinfektion und den Hautschutz her. Sie kommen unter anderem bei der Deutschen Bahn und zahlreichen weitere Kunden im B2B Bereich zum Einsatz – unter anderem in der Gastronomie, Hotellerie oder in Wäschereien. Damit die Produkte bestmöglich funktionieren, müssen zum Beispiel Dosieranlagen von den Servicetechnikern regelmäßig gewartet werden. Lange Zeit erfolgte das mit Stift und Papier. Das Problem dabei: So kann man schwer den Mehrwert dieser Serviceleistung vor dem Kunden rechtfertigen und erkennbar zu machen. Mit der polumana-App konnte Dr. Schnell die eigenen Serviceprozesse wie zum Beispiel Zählerstände ablesen, Zeitpunkt der letzten Wartung oder Umfang der letzten Reparatur, Ist-Zustand und aktuelle Arbeiten aufnehmen und die Bestellung von Ersatz- oder Verbrauchsmaterialien sowie die Festlegung von Folgeterminen besser digital abbilden. Auch die Erfassung der Arbeitszeit der Servicetechniker fiel nun leichter. Ein integrierter Routenplaner macht zudem möglich, die Fahrtzeiten besser einzuschätzen, einzuplanen und zu optimieren.

Kundenbeispiel Schock (Vertrieb)

Schock ist der Erfinder der Granitspüle aus Quarzkompositmaterial und Weltmarktführer. Vor der Zusammenarbeit mit der blue-zone AG verfügte das Unternehmen über eine CRM-Installation, die zu teuer war und zu wenig Nutzen gebracht hat. Da die CRM-Funktionalitäten ausschließlich für den Außendienst benötigen werden, wird jetzt ein mobiles CRM auf Basis der polumana-App eingesetzt, wodurch nahezu alle funktionalen Tätigkeiten des Außendienstes mit einer App bedient werden können – von der frühen Kundenakquise über die Kundenbetreuung bis hin zur Bestell- und Auftragsaufnahme. Ein Werkzeug, dass den Mitarbeiter unterstützt und ihn nicht beschäftigt.


Ihr Kunde Schock entspringt einer gemeinsamen Akquisitionsinitiative mit der Telekom. können Sie das etwas näher erklären?
Wir sind ja Telekom Partner. Und die Telekom vertreibt ja auch Software-Produkte im Bereich des mobilen Arbeitens oder der Digitalisierung. Das können Microsoft-Produkte wie Microsoft 365 oder aber auch unsere Produkte sein wie polumana. Der Telekom Vertrieb geht also mit unseren Produkten raus und vermittelt sie an Interessenten. Unter anderem eben an Unternehmen wie Schock.

Gibt es derartige Situationen häufiger? 

Ja, die gibt es häufiger. Das ist einer unserer stärksten Vertriebskanäle… Nein, es ist unserer stärkster Vertriebskanal, um es auf den Punkt zu bringen. Aber umgekehrt funktioniert es genauso: Wir beziehen unsere Microsoft Azure Cloud-Dienste als Cloud Solution Partner von der Telekom. Wir kaufen also unsere gesamte Microsoft Cloud Consumption über die Telekom ein. Es ist ein Geben und Nehmen. Auf der einen Seite sind wir Kunde und auf der anderen Seite Lieferant. Das ist die beste Situation, die man in einer Partnerschaft leben kann. Schließlich ist eine Partnerschaft ja auch vor allem dann gut, wenn beide Partner schaffen.

Und wie läuft die Zusammenarbeit mit so einem großen Unternehmen? 

Geschäfte werden von und mit Menschen gemacht. Das ist auch in unserem Fall und bezogen auf die Zusammenarbeit mit der Telekom so: Wir fokussieren uns vorrangig auf den Menschen und weniger auf die Struktur. Die Struktur muss da sein, aber an erster Stelle steht der persönliche Kontakt zu den Mitarbeitern.

Den Mut und die Leidenschaft der blue-zone AG möchte ich hervorheben: Von Anfang an technologisch immer ganz vorn dabei, mit absolutem Fokus auf die Bedürfnisse der Kunden und seit vielen Jahren stets ein verlässlicher Partner. Diese Kombination trägt zu Recht regelmäßig neue Früchte in Form von stetigem Wachstum und höchster Kundenzufriedenheit. Die polumana-App verschafft Kunden eine einheitliche Sicht auf unterschiedliche Datenquellen in einer mobilen App und überzeugt dabei durch einfache Implementierung.

Sebastian Fromme, Cloud Partner Sales Manager Telekom

Sie haben zu Beginn unseres Gesprächs erwähnt, dass sich die Einstellung zu den Themen Cloud und Mobile in den letzten 10 Jahren stark verändert hat. Was erwarten Sie denn für die nächsten zehn Jahre?

Die Digitalisierung wird nicht nur ein Schild sein, das man vor sich hertragen kann, sondern handfesten Einzug halten. Eine Digitalisierung, die zur Effizienzsteigerung beiträgt und nicht nur als Feigenblatt betrieben wird. Zudem werden unsere Systeme zwar im User-Frontend immer einfacher, dafür aber im Backend immer komplexer. Wir werden uns ganz intensiv in vielen verschiedenen Bereichen umstellen müssen.

Ist Deutschland auf diese Umstellung und die Herausforderungen der Digitalisierung gut vorbereitet? 

Also es wird schon nicht ganz einfach: Die klassischen Industrien werden Kraft verlieren und von uns wird Agilität gefragt sein, um gut auf diese Situation reagieren zu können. Aber dass wir das in Deutschland können, hat gerade die Coronakrise gezeigt. Es gibt wenige Länder, die diese so herausfordernde Situation so gut und dezidiert bewältigt haben. Das werden wir auch mit der Digitalisierung schaffen. Denn das ist schon eine maßgebliche Eigenschaft von uns: Wenn wir in eine Krise kommen, dann können wir uns auch neu ausrichten. Der Druck war bisher nur nicht da. Um es kurz zu machen: Es wird beschwerlich und es wird hier und da Einschnitte geben, aber wir werden es schaffen.

Haben Sie zum Abschluss noch einen Tipp für IT-Jungunternehmer in Deutschland?

Da sind wir wieder bei Mut und Fleiß und das auch dauerhaft und nicht nur ein halbes Jahr. Man muss aber auch loslassen können, wenn alle Zeichen darauf hindeuten. Scheitern ist nicht schlimm. Man muss nicht bis zum bitteren Ende an etwas festhalten. Da sind wir kulturell leider etwas anders gepolt als zum Beispiel die Amerikaner, für die „fail fast“ eine gemeinhin anerkannte Managementregel ist.


Richard Mayr, blue-zone AG

Richard Mayr und die blue-zone AG haben eine ganz klare Fokussierung: „Wir mobilisieren den Außendienst – egal ob Vertrieb oder Service.“ Der Erfolg scheint ihm recht zu geben.

Mehr über die blue-zone AG: www.blue-zone.de

Dirk Heidemann, Telekom

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Dirk Heidemann
E-Mail: reseller@telekom.de
LinkedIn: www.linkedin.com/in/dirk-heidemann/

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