TelekomCLOUD für Geschäftskunden

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Object Storage Service (IMS)

Kleine, wie große Datenmengen leistungsstark, einfach und hochverfügbar speichern

Die Open Telekom Cloud bietet Ihnen einen leistungsstarken und S3- kompatiblen Object Storage Service (OBS – Object Based Storage) für die Speicherung kleiner, wie auch großer Datenmengen. Die ersten 5 GB monatlich beim Standard Storage sind kostenlos. OBS ist u.a. ideal für folgende Einsatzszenarien geeignet: 

  • Backup Storage, technische Langzeitablage
  • Ablage von Media-Dateien (z.B. Bilder von Unterschriften, Produktfotografien, Videoaufnahmen von Baustellen)
  • Datalake für (BigData)-Analysedaten, Quelle für z.B. Hadoop/Apache Spark
  • Teilen von Anwendungsdaten (z.B. kleine JSON-Dokumente) zwischen horizontal skalierten Servern
  • Hosten von statischen Websites
  • Ablage von Logdaten
  • Software-Depots

Der Speicher ist sehr kostengünstig gegenüber z.B. EVS-Speicher (Blockstorage) und eignet sich für Kurzzeit-, wie auch Langzeitspeicherung von Daten. OBS bietet eine sehr hohe Datenbeständigkeit und eine monatliche Verfügbarkeit von 99,95%. Die Gesamtgröße von OBS skaliert nahezu ohne Begrenzungen und wird in drei Leistungsklassen angeboten. Diese sind Standard, warm und cold.
Auf Standard kann sehr oft am Tag zugegriffen werden. Die Speicherklasse warm ist für monatliche Zugriffe und Speicherklasse cold für einzelne Zugriff im Jahr geeignet. Das Preismodell des OBS erlaubt je nach Datennutzung einen optimalen Preis abzustimmen.

Die Dateien im Object Storage können unabhängig von virtuellen Maschinen gespeichert werden. Dieser arbeitet anstatt traditioneller Verzeichnisstrukturen mit so genannten Buckets, in denen klassische Dateien wie jpgs, docs, pdfs, etc. als „Objekte“ in einem  Key-/Value-Store- Ansatz gespeichert werden. Dabei können einzelne Objekte bis zu 5 TB groß sein.  

Die Open Telekom Cloud stellt für den Object Storage zwei verbreitete APIs (S3-kompatible OBS API und Swift von OpenStack), eine web-basierte Management-Konsole und einen Cloud Storage Web Client (OBS Browser) für Entwicklungsprojekte zur Verfügung. Zusätzlich befinden sich viele S3-kompatible Tools auf dem Markt oder in den Internet Communities, die mit dem OBS zusammen genutzt werden können. So zum Beispiel s3cmd, ein Command Line Tool. Der Zugriff auf den Object Storage erfolgt immer über das REST-basierende Standard-Protokoll HTTP(S).
Die API bietet viele Möglichkeiten, Buckets und Objekte zu verwalten, so kann der Nutzer z.B. Objekte hoch-/herunterladen, löschen, Metadaten setzen oder auch Zugriffsberechtigungen einzelner Elemente verwalten. Es ist möglich, die Speicherklasse eines einzelnen Buckets nachwirkend zu ändern. In den ausführlichen Benutzer- und API-Dokumentationen sind diese Funktionen detailliert beschrieben.

Für Nutzer stellt sich der OBS wie ein "Serverless Storage as a Service" dar, der es mit minimalem operationalen Aufwand ermöglicht, große Datenmengen sehr ausfallsicher abzulegen und verfügbar zu machen.

Versionierung

Damit Daten noch besser vor Verlust geschützt sind, bietet OBS die Versionierung von Objekten an. Auf diese Weise können auch versehentlich durch Anwender gelöschte Daten wiederhergestellt werden.

Fragmentmanagement & Konsistenzchecks

Größere Datenuploads werden in sogenannte Fragmente (Standardgröße 15 MB) geteilt. Das ermöglicht das Parallelisieren und schnellere Hochladen von großen Daten.
Wird ein Upload beispielsweise manuell oder durch schlechte Netzkonnektivität unterbrochen, kann an der „Abbruchstelle“ zeit- und leitungssparend der Datenupload fortgesetzt werden, ohne die bereits hochgeladenen Daten abermals hochzuladen.

Vor der Speicherung der Daten auf dem Serversystem von OBS wird mittels MD5-Hashes sichergestellt, dass diese exakt jenen Daten entsprechen, die der Nutzer hochgeladen hat. Im Hintergrund wird die Datenkonsistenz geprüft und fehlerhafte Dateien werden automatisch wiederhergestellt.

Lifecyclemanagement

Im Laufe der Zeit werden abgelegte Datenmengen möglicherweise unübersichtlich. Lifecycle Management bietet hier eine ideale Lösung zeitbasierend zu löschen. Es ist also beispielsweise möglich, alle Objekte zu löschen, die älter als einen Tag oder ein Jahr sind.
Alternativ bietet OBS auch die Funktionalität, Objekte nach einem bestimmten Zeitraum in eine andere Speicherklasse automatisch zu überführen.

Sicherheit

Die Daten werden per HTTPS transportverschlüsselt und können mit einem Open Telekom Cloud KMS Key zur Ablage direkt verschlüsselt werden. Dabei ist es möglich OBS direkt von Open Telekom Cloud Servern (z.B. ECS) über das interne Netzwerk zu verwenden, so dass die technische Kommunikation die Cloud nicht verlässt. Zusätzlich ist OBS auch über einen Endpunkt im Internet leicht erreichbar. Das IAM (Identity & Access Management), Access Control List Management (ACL) und Bucketpolicies erlauben eine sehr granulare Rechte- und Zugriffssteuerung einzelner Objekte. Hier ist es u.a. mittels einfachen Policy-Editor möglich Zugriffseigenschaften wie zum Beispiel Lesen, Schreiben, Auflisten von Objekten auf IP-Adresse, Nutzer oder Zeitraum zu beschränken.

Swift vs. S3-kompatibler Speicher

Die Open Telekom Cloud bietet Swift und S3-kompatiblen Speicher an. Swift als ein OpenStack-nativer Service ist ausschließlich über die API verfügbar. Entstehende Kosten orientieren sich an den OBS-Standardpreisen.

Abrechnung

Die Abrechnung des Object Storage erfolgt nach mehreren Kriterien. Diese sind: Speicherklasse, Request-Anzahl, Netzwerkverkehr (Outbound – Internet) Restore-Volumen und Restore Requests. Die Preise für das Speichervolumen sind nach Verbrauch gestaffelt. Zuerst wird die erste Staffel verrechnet, die übrige Menge wird in der nächsten Staffel verrechnet, usw. 

Preismodell

Beim Object Storage wird nur der tatsächlich genutzte Speicher (also die reale Datenmenge) abgerechnet. Allerdings fallen für den Zugriff auf den Object Storage, Requests, zusätzliche Kosten an. Für je 1.000 Requests werden 0,4 Cent für den Standard Object Storage in Rechnung gestellt. Die Datenmenge wird in Staffelpreisen abgerechnet – beim Erreichen höherer Staffeln sinkt der Preis für den Speicher. Die im Monatsschnitt gespeicherte Datenmenge wird „von unten“ in die Staffeln eingefüllt und mit dem entsprechenden Staffelpreis (€/GB) verrechnet. Der Preis für den Object Storage ergibt sich aus der Summe der Kosten für die einzelnen belegten Staffeln. Für Outbound Traffic fallen in der Regel Kosten für Netzdienste an. 1 GB Outbound-Transfer pro Monat ist jedoch kostenfrei.
Im warm und cold Object Storage gibt es leichte Unterschiede beim Abruf der Daten.

Speicherklasse: Standard & warm

Der warm Object Storage verhält sich in Bezug auf den Datentransfer und Requests identisch zum Standard Object Storage, er hat jedoch günstigere Preise für den Speicher und leicht höhere Preise für die Anzahl der Requests. Der entscheidende Unterschied ist die Mindestspeicherdauer von 30 Tagen. Er ist daher für die mittelfristige Ablage von Daten geeignet. Wird diese durch die vorzeitige Löschung von Daten unterschritten, wird die Differenz zur Mindestspeicherdauer ausgerechnet und mit dem Preis der ersten Staffel in Rechnung gestellt.

Speicherklasse: cold

Zur Kostenberechnung bei der Wiederherstellung gehören im Falle des cold Object Storage nicht nur die Requests, die den Prozess anstoßen, sondern auch die Datenmenge, die wiederhergestellt werden soll. Die Kosten für die wiederherzustellende Datenmenge richten zudem nach dem Wiederherstellungstyp: Es gibt Bulk, Standard und Expedited.

Daten, die einmal in cold OBS abgelegt wurden, müssen aktiv wiederhergestellt („restored“) werden. Dies kann über die API oder Tools erfolgen. Wiederhergestellte Daten werden in einen internen Puffer mit Speicherklasse Standard abgelegt, sind dort für einen selbstgewählten Zeitraum abrufbar und werden in den Preisen der ersten Staffel verrechnet (fällt nicht in die Freimenge).
Der Abruf der Daten wird über drei Geschwindigkeiten ermöglicht: Bulk, Standard und Expedited. Je nach gewählter Geschwindigkeit für die Wiederherstellung fallen unterschiedliche Preise (nach Requesttyp) an.

Da der Cold Object Storage auf die langfristige Lagerung von Daten ausgelegt ist, gibt es eine Mindestspeicherfrist von 90 Tagen. Wird diese durch die vorzeitige Löschung von Daten unterschritten, wird die Differenz zur Mindestspeicherdauer berechnet und mit dem Preis der ersten Staffel in Rechnung gestellt.

Rechenbeispiel OBS

Mitte des Monats werden 4.000 GB im Object Storage hochgeladen. Pro hochgeladener Datei wird ein Request verrechnet.

Datum1.Januar2.Januar[...]15.Januar[...]31.JanuarDurchschnitt
Allokierter Speicher0 GB0 GB0 GB4.000 GB4.000 GB4.000 GB2.000 GB

Da die Daten zur Mitte des Monats hochgeladen wurden, ergibt sich ein Monatsdurchschnitt von 2.000 GB. Die Abrechnung des belegten Speicherplatzes erfolgt in Staffeln.

StaffelVerrechnete MengeRestmenge
0 - 5 GB5 GB1.995 GB
5 GB - 1.000 GB995 GB1.000 GB
1.000 GB - 50.000 GB1.000 GB0 GB

Auf der Rechnung erscheinen drei Positionen: Die Freimenge (bis 5 GB) und die zwei darauffolgenden Staffeln (995 GB x Preis der 2. Staffel + 1.000 GB x Preis der 3. Staffel).

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