Microsoft Azure: Warum der Trend „klar Richtung Public Cloud“ geht

13.12.2016 von Redaktion

Mit Microsoft Azure erhalten Kunden auf Knopfdruck schnelle, skalierbare und sichere IT-Ressourcen. Zum Deutschland-Start der neuen Microsoft Cloud-Plattform haben wir mit Michaela Kraft über die Merkmale von Azure gesprochen. Sie ist in der Digital Division von T-Systems verantwortlich für den Bau von Multi-IoT-Plattformen. Im Interview klärt die Cloud-Expertin die wichtigsten Fragen rund um die Microsoft Azure-Plattform und den Mehrwert für den Kunden.

Microsoft Azure: Warum der Trend „klar Richtung Public Cloud“ geht
Entscheidend bei Microsoft Azure ist nicht, was die Plattform selbst kann, sondern welche Dienste sie flexibel integrieren kann – Bausteinphilosophie

Frau Kraft, was ist das Besondere an Microsoft Azure aus Deutschland?

Michaela Kraft: Microsoft Azure ist bereits seit Jahren weltweit verfügbar. Für deutsche Kunden gibt es nun die Möglichkeit, Microsoft Azure als Public Cloud für Deutschland zu nutzen. Der Unterschied ist, dass „Microsoft Azure Deutschland“ nicht an die weltweiten Backend-Systeme von Microsoft angebunden ist. Konkret bedeutet dies, dass das Active Directory der weltweiten Public Cloud und das Active Directory von der deutschen Public Cloud voneinander getrennt sind. Dazu wurde T-Systems für die National Public Cloud von Microsoft für die Rechenzentrums-Kooperation, Connectivity und als Datentreuhänder beauftragt.

Was sind die Aufgaben eines Datentreuhänders?

Michaela Kraft: Datentreuhänder bedeutet, dass T-Systems den Zugriff auf die Daten des Kunden verhindert, abgesehen von Zugriffen durch den Kunden selbst und dessen Endnutzer. Der Datentreuhänder stellt organisatorische und technische Maßnahmen sicher, um die Kundendaten gemäß der Kundentreuhänder-Vereinbarung zu schützen. Dieses Modell ist derzeit im Public Cloud-Umfeld einmalig. Microsoft kann somit nicht einfach auf die Kundendaten zugreifen. Dafür sorgen wir sozusagen als Türsteher.

Was zeichnet denn die Plattform als solche speziell aus?

Michaela Kraft: Nun, entscheidend bei Microsoft Azure ist, salopp gesagt, nicht, was die Plattform selbst kann, sondern welche Dienste sie flexibel integrieren kann – Bausteinphilosophie. Sprich: Microsoft-Applikationen wie Office 365 oder Exchange Online laufen in der Cloud, und Nutzer können weltweit auf die Informationen zugreifen, diese mit Kunden oder Kollegen teilen – egal, wo sie gerade sind. Auch Basisfunktionalitäten wie Backup und Restore sind standardmäßig in der Plattform enthalten.

Und eine Kompatibilität mit unterschiedlichen Betriebssystemen ist ebenfalls gewährleistet?

Michaela Kraft: Mittlerweile ja. Microsoft wurde lange Zeit damit verbunden, einen Vendor Lock-in einzusetzen – also ähnlich wie Apple. Fängst Du mit Apple an, musst Du auch mit Apple weitermachen. Der neue Microsoft-CEO Satya Nadella (seit Februar 2014 Nachfolger von Steve Ballmer/d.Red.) hat von Anfang an klar gemacht, dass er nicht nur Windows-Systeme verkaufen kann, sondern die ganze Thematik auch für Linux eröffnen muss. Möchten Sie heutzutage in einer Azure-Umgebung eine virtuelle Maschine anlegen, dann kann dieser virtuelle Server entweder eine Open-Source-Maschine oder eine Windows-Maschine sein. Der Mehrwert für den Kunden ergibt sich dann daraus, welche Dienste darauf laufen. Und das Portfolio von Microsoft ist riesig. Angefangen bei Produkten wie Word bis hin zu dynamischen CRM-Anwendungen wie SharePoint.

Für welche Unternehmensgröße ist Microsoft Azure am besten geeignet?

Michaela Kraft: Die eine Zielgruppe gibt es nicht. Das ist auch die Stärke des Produkts. Sowohl kleine, mittelständische und als auch große Unternehmen können von Microsoft Azure profitieren. Der US-Riese General Electrics ist beispielsweise einen Kooperationsvertrag mit Microsoft eingegangen, um in Sachen Internet of Things mithilfe von Microsoft Azure enger zusammenzuarbeiten.

Es scheint, als verliere die Private Cloud allmählich an Bedeutung …

Michaela Kraft: Das stimmt. Zwischen Public Cloud und Private Cloud wird immer weniger unterschieden. Der Trend geht ganz klar Richtung Public Cloud. Die Menschen verlieren immer mehr die Angst vor dem gesamten Thema Security. Inzwischen lassen sich ja auch Architekturen entwickeln, auf denen sensible Daten in eine geschĂĽtzte Umgebung abgelegt werden. Die Unternehmen achten genau darauf, was sensitiv ist und was nicht.

Wodurch ergibt sich fĂĽr Azure-Kunden beim Thema Kosten ein Vorteil?

Michaela Kraft: Die Abrechnung der einzelnen Leistungen erfolgt verbrauchsabhängig. Gerade für Unternehmen, die vom saisonalen Geschäft abhängig sind, lohnt sich eine Cloud-Plattform wie Microsoft Azure. Denken Sie beispielsweise an das Weihnachtsgeschäft. Keine Firma stellt sich Rechner in ein Rechenzentrum, die nur zur Weihnachtszeit stark benutzt werden und den Rest des Jahres so gut wie gar nicht. Dieses Risiko können Unternehmen mit einer Cloud-Plattform komplett nach außen verlagern. Neben Investitionskosten entfallen auch Kosten für die Entwicklung. Microsoft hat einen Entwicklungszyklus von 30 Tagen. Das heißt, jeden Monat kommen neue Updates oder neue Funktionalitäten dazu. Um die Installation muss sich der Kunde nicht kümmern, das wird alles im Hintergrund eingespielt. Geschwindigkeits- oder Performance-Verbesserungen landen ganz einfach automatisch im System.

Ab wann können Kunden von der Cloud-Plattform direkt aus Deutschland profitieren?

Michaela Kraft: Also momentan ist die deutsche Cloud-Plattform bereits fĂĽr Telekom-Kunden in einem Managed Service Modell ĂĽber T-SystemsverfĂĽgbar. Anfang 2017 wird Microsoft Azure Deutschland dann auch direkt im TelekomCLOUD Portal buchbar sein.

Frau Kraft, vielen Dank für das Gespräch!

Erfahren Sie mehr im Microsoft Azure Flyer


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