Verlag Dierichs: mit DOaaS und Big Data in die Cloud-Zukunft

18.01.2016 von Redaktion

Wie innovativ die HNA ist, hat sie gerade im Zeitalter der neuen Medien bewiesen. Die seit 1945 bestehende Zeitung betreibt einen eigenen Internet-Radiosender, ist mit vielen Millionen Abrufen die erfolgreichste deutsche Zeitung auf YouTube und nutzt sogar den Messenger WhatsApp, um ihre Leser mit News zu versorgen.

Und die HNA nutzt in diesem Prozess Data Orchestration as a Service (DOaaS) als Datendirigenten.

Die gedruckte Auflage erreicht Haushalte in Hessen und dem südlichen Niedersachsen. Zu den Herausforderungen gehört es wie bei jeder Tageszeitung, neue Abonnenten zu gewinnen und die bestehenden zu halten.

Erfolgsgeschichte: HNA & DOaaS
Trotz neuer Trends wie Social Media und Big Data: die sogenannte Blattschau, die Besprechung der geplanten Zeitungsseiten, bleibt fester Bestandteil des Redaktionsalltags.

Auch hier geht Dierichs mit der Zeit, wie Reinald Grebe, Prokurist und technischer Leiter im Verlag, bestätigt: „Wir führen alle Daten aus dem Anzeigen- und Abogeschäft zusammen, um diese Infos gerade auch den Medienberatern im Außendienst nutzbar zu machen.“ Grebe sieht in diesem Big-Data-Ansatz eine gute Chance, besser auf die Kunden eingehen zu können.

„Wer einen Geschäftsanzeigenkunden besucht und dann in seinem mobilen Salesforce alle Kundendaten parat hat, plus aller bisher geschalteten Anzeigenmotive, ist klar im Vorteil.“ Hier fließen auch weitere Daten ein, die „verkaufsunterstützend sein können“, wie Grebe betont. Hierbei handelt es sich sozusagen um das gesammelte Wissen der Außendienstler sowie der Mitarbeiter im Anzeigeninnendienst: Wann sind die besten Besuchszeiten? Was sind die Hobbys des Anzeigenkunden? Über welche Aufmerksamkeit zum Geburtstag würde er sich freuen?

Mit den Abonnenten ließe sich ähnlich verfahren. Auch hier möchte Grebe den Lesern der Zeitung in Zukunft möglichst passgenaue Angebote machen können auf der Grundlage von Interessen, die bereits bekannt sind. „Wir sehen da ein Riesenpotenzial und wollen beispielsweise auch die Newsletter-Spezifikationen der Online-Leser auf hna.de hier einfließen lassen.“

Datenintegration so einfach wie nie

Umsetzen ließ sich diese umfassende Datenzusammenführung aus verschiedenen Systemen mithilfe des Sytemintegrators SC-SoftConcept. Der in Mörfelden und Hamburg ansässige IT-Partner implementierte die DOaaS-Lösung von T-Systems und Informatica. „Wir haben alle Mediaberater mit Smartphones und Tablets ausgestattet“, so Grebe. „Diese sind damit ständig unterwegs, pflegen und erweitern die Datensätze.“ Eine vor Ort korrigierte Telefonnummer kann nun direkt ins Verlagsnetzwerk einfließen und aktualisiert sich auch bei den anderen Verlagsmitarbeitern.

Mit Data Orchestration as a Service können wir alle unsere Daten aus verschiedenen Systemen in Echtzeit synchronisieren. – Reinald Grebe, Prokurist und technischer Leiter Verlag Dierichs GmbH + Co. KG

Bei diesem Prozess fungiert DOaaS gewissermaßen als Datendirigent, der geänderte Infos oder neue Daten von einem System ins nächste sendet. Dabei führt diese Lösung als zentrale Schnittstelle alle anderen Serverdaten oder Cloudspeicher zusammen. So betreibt Salesforce eine eigene Cloud für ihre Kunden, die aber wiederum nicht mit dem SAP-System oder dem CRM des Verlages verbunden ist. Hier organisiert DOaaS die ständige Synchronisation aller Daten und zwar genau so, wie es gewünscht wird.

Aktualisierungen nach Kundenwunsch

„Über die Telekom-Informatica-Cloud können unterschiedlichste Systeme nach unseren Vorgaben miteinander kommunizieren“, verdeutlicht Grebe. „Das kann eine Einbahnstraße sein, eine Hin- und Rückschnittstelle und dann sind verschiedene Synchronisierungs-Rhythmen möglich, wie einmal am Tag oder in Echtzeit. Diese Vielfältigkeit ist der große Vorteil, den wir in DOaaS sehen.“ So sollen beispielsweise die Daten im SAP MAM (Media Advertising Management System) von Dierichs nicht einfach so von jedem Mitarbeiter verändert werden können. Hier speist das SAP zwar die Salesforce-Accounts mit Anzeigen- und Kundendaten, Änderungen in die andere Richtung sollen aber zunächst eine Clearingstelle im Verlag durchlaufen. Alle anderen Systeme aktualisieren sich hingegen automatisch in beide Richtungen.

Infografik: so funktioniert das Zusammenspiel zwischen Anwendungen aus einem Rechenzentrum und verschiedenen Cloud-Diensten.
Infografik: so funktioniert das Zusammenspiel zwischen Anwendungen aus einem Rechenzentrum und verschiedenen Cloud-Diensten.

Mit T-Systems in die Cloud-Zukunft

Dierichs ist nun im modernen Cloud-Zeitalter angekommen. Die Informatica-T-Systems-Cloud verbindet die eigenen Systeme mit externen, wie die Salesforce-Cloud, dabei behält der Verlag die volle Kontrolle über seine Daten. Sämtliche Infos und Termine sowie die Korrespondenz von Lesern und Anzeigenkunden sind zentral abrufbar und können ins Marketing einfließen.

„Die Resonanz aus dem Verlag ist durchweg positiv“, resümiert Grebe. „Wir können schneller potenzielle neue Abonnenten ausmachen oder nachhaken, kurz bevor Probeabos auslaufen, aber auch Anzeigenkunden darlegen, dass wir Leser haben, die für dessen Produkte affin sind. Ich denke, es ist nur eine Frage der Zeit, bis wir auch andere Services über die Cloud von T-Systems laufen lassen.“


Auf einen Blick: Verlag Dierichs GmbH + Co. KG und Data Orchestration as a Service

Das Unternehmen:
Der Verlag Dierichs GmbH + Co. KG gibt die „Hessische/Niedersächsische Allgemeine“ (HNA) heraus, die als Tageszeitung mit einer Auflage von 150.000 Exemplaren erscheint. Die Onlineversion HNA.de entwickelte sich schnell zum größtenNachrichtenportal der Region und war damit einer der erfolgreichsten Internet-Auftritte einer deutschen Regionalzeitung.

Herausforderung:
Mit der Einführung von Salesforce entstand der Bedarf nach einer leistungsfähigen Datenintegrationslösung. Schließlich fließen in Salesforce Informationen aus verschiedenen Quellen ein, wie dem CRM-System, SAP oder von den Medienberatern im Außendienst.

Lösung:
T-Systems hat mit Data Orchestration as a Service (DOaaS) powered by Informatica eine Lösung im Portfolio, die die Integration und Synchronisation von Unternehmensdaten so einfach wie nie macht. Hiermit lassen sich verschiedenste Systeme miteinander verknüpfen, ob aus dem eigenen Rechenzentrum oder in einer Cloud.

Ergebnis:
Die Implementierung von DOoaS erfolgte unkompliziert und ermöglicht die Datensynchronisierung in Echtzeit. Betrieben wird die Anwendung in einem sicheren T-Systems-Rechenzentrum in Deutschland.

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Redaktionsteam TelekomCLOUD

Das Redaktionsteam gibt Praxistipps zu den Anwendungen aus der TelekomCLOUD, schreibt Ratgeber und Checklisten und spricht mit Experten oder Kunden zu allen Themen rund um SaaS, IaaS und PaaS. Sie erreichen uns unter cloud-blog(at)telekom.de

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