Was IT-Architekten über die Microsoft Cloud-Dienste und Plattformoptionen wissen müssen

18.01.2017 von Redaktion

Cloud-Lösungen bieten Unternehmen zahlreiche Vorteile. IT-Entscheidungsträger müssen dabei beurteilen, ob eine bzw. welche Cloud-Lösung für die eigenen Anforderungen ideal ist. Microsoft bietet seine Software-Lösungen als Cloud-Dienste und Plattformen an. Die Auswahl hängt von der gegebenen Arbeitsauslastung und geforderten Sicherheit ab. Lernen Sie die Eigenschaften der verschiedenen Angebote kennen und entscheiden Sie, welche Lösung sich für Ihre Anforderungen am besten eignet!

Microsoft und das Cloud Computing

Viele Unternehmen begegnen der Cloud hinsichtlich der Datensicherheit skeptisch. Microsoft ist Vorreiter in der Branche, setzt aktuelle Technologien für den Datenschutz ein und hat als erster Cloudanbieter die strengen EU-Datenschutzrichtlinien eingehalten. Auch hat das Unternehmen als erster großer Anbieter den neuen internationalen Standard ISO 27018 zum Datenschutz in der Cloud umgesetzt.

Microsoft unterscheidet folgende Servicemodelle des Cloud Computings:

  • Microsoft Azure IaaS: Bereitstellung der Hardware.
  • Microsoft Azure PaaS: Integriert Hardware, zusätzlich Betriebssysteme und eine Architektur für die Entwicklung von Anwendungen.
  • Microsoft SaaS Services (Office 365, Skype for Business): Beinhaltet die gesamte IT-Infrastruktur und Software (über Webbrowser oder als lokale App).
  • Private Cloud Computing: Zugriff nur für das Unternehmen.
  • Hybrid Cloud Computing: Vereint die Vorteile der Private und Public Cloud.

Zu IaaS (Infrastructure-as-a-Service) gehören Server und Speicher, Netzwerk-Firewalls und Sicherheit. PaaS (Plattform-as-a-Service) integriert zusätzlich Betriebssysteme, Entwicklungstools und eine Datenbankverwaltung. Für die Wartung, Geschäftslogik und Datenintegrität der Software ist der Kunde selbst zuständig. Und bei SaaS-Angeboten (Software-as-a-Service) werden auch die Anwendungen gehostet.

Microsoft Cloud-Dienste und Plattformoptionen
Erfahren Sie mehr über die Hauptunterschiede zwischen Cloud-Dienst- und Plattformangeboten von Microsoft

Microsoft Azure IaaS

Mit Microsoft Azure IaaS (Infrastructure-as-a-Service) greifen Nutzer über das Internet auf ein virtuelles Rechenzentrum zu und sparen Investitionskosten in die eigene Infrastruktur. Ressourcen skalieren Sie nach Bedarf und sparen Kosten ein. Die Kombination mit einem PaaS-Dienst ist möglich. Die virtuelle Infrastruktur übernimmt Berechnungen und die Datenspeicherung, Sie können jegliche Workloads bewältigen – vom kleinen Testprojekt bis zur weltweiten Produkteinführung. Entwickler richten mit Azure in wenigen Minuten virtuelle Maschinen für Entwicklungs- und Testzwecke ein.

Unternehmen vermeiden Investitionen für die Einrichtung und Verwaltung eines lokalen Datencenters und halten die laufenden Kosten gering. IaaS eignet sich unter anderem für Tests und Entwicklungen, zum Websitehosting, High Performance Computing und für die Big-Data-Analyse. Die Microsoft Cloud Deutschland mit dem Datentreuhänder Telekom bilden im öffentlichen Cloud-Umfeld einen wichtigen Gegenpol zu anderen großen Anbietern aus den USA. Erfahren Sie mehr über Microsoft Azure in Deutschland und das Angebot der Telekom.

Microsoft Cloud-Dienste und Plattformoptionen
Integrieren von lokalen Active Directory-Domänendienste-Konten in Microsoft Azure Active Directory

Microsoft Azure PaaS 

Mit Microsoft Azure PaaS (Plattform-as-a-Service) arbeiten IT-Profis und Entwickler produktiver. Die flexible Plattform beschleunigt die Programmierung von Web-, Unternehmens- und IoT-Apps (Internet der Dinge) sowie mobiler Apps für die Cloud. Dabei können sich die Entwickler auf die Funktionen konzentrieren, für die nötige Infrastruktur ist gesorgt. Die Plattform-Lösung unterstützt zusätzlich verschiedene Programmiersprachen wie .NET, Java, Ruby, PHP und Python. Zudem stehen Frameworks wie .NET, ExpressJS, Rails und Zend zur Auswahl.

Microsoft Azure PaaS eignet sich unter anderem für die Entwicklung mobiler Applikationen von E-Commerce-Webseiten, Spiele-Apps und Big-Data-Lösungen.

Microsoft SaaS Services 

Mit Office 365 nutzen Unternehmen die Vorteile der Cloud für mehr Produktivität und verbesserte Zusammenarbeit im Team. Beim SaaS-Model hostet Microsoft die Hardware, Software, Server und weitere Infrastruktur für seine Kunden. Sie erwerben die Software im Abo, dank regelmäßiger Updates sind die Programme immer auf dem neuesten Stand. Das SaaS-Angebot (Software-as-a-Service) enthält:

  • die bekannte Office-Suite,
  • Exchange Online als gehosteter E-Mail-Dienst,
  • OneDrive for Business zum Speichern und Teilen von Dokumenten in der Cloud,
  • Sharepoint Online als Lösung für Social Collaboration und Intranet,
  • Skype for Business für spontane Online-Meetings oder das Präsentieren vor Partnern, Mitarbeitern oder Kunden,
  • Azure Active Directory für die Zugriffssteuerung und Nutzer-/Rollenverwaltung,
  • Microsoft Intune für das Management von PCs und mobilen Endgeräten in der Cloud und
  • die Azure Multi-Factor Authentifizierung für den sicheren Zugriff – auch in Kombination mit OnPremise Servern.

Der Service eignet sich für die Bearbeitung von Dokumenten, Tabellen, Präsentationen und den E-Mail-Verkehr. Auch Videokonferenzen, Instant Messaging und das gemeinsame Arbeiten im Team ist möglich. Die Daten werden sicher in der Cloud gespeichert. Der Ressourcenbedarf lässt sich exakt abrechnen, für Unternehmen sind die Kosten überschaubar und transparent. Für deutsche Office-365-Kunden hat Microsoft in Zusammenarbeit mit der Deutschen Telekom Rechenzentren auf deutschem Boden errichtet. Die Telekom tritt dabei als Datentreuhänder auf. In puncto Datensicherheit und -schutz ist das Cloud-Angebot der Telekom ein wichtiger Schritt zum Schutz der eigenen Daten.

Microsoft Cloud-Dienste und Plattformoptionen
Die Rolle von Microsoft bei der Bereitstellung von sicheren Diensten und Plattformen

Private Cloud & Hybrid-Cloud-Computing 

Auf die private Cloud greifen nur Mitarbeiter mit entsprechenden Rechten zu, der Zugriff erfolgt meist über das interne Netzwerk (Intranet). Die private Cloud eignet sich somit zur Umsetzung spezieller Sicherheitsarchitekturen für Geschäftskunden, da öffentliche Anwendungen und Ressourcen nicht zum Einsatz kommen.

Das Hybrid-Cloud-Computing ist meist eine Kombination aus Public und Private Cloud. Unternehmen müssen sich nicht zwischen eigenem Rechenzentrum und der Cloud entscheiden und steuern den Zugriff je nach Bedarf. Aus Gründen der Sicherheit ist für diese Technologie ein besonders intelligentes Management notwendig.

Mit der hybriden Cloud profitieren Unternehmen von flexibler Ressourcennutzung, hervorragender Skalierbarkeit und günstigeren Kosten als bei einer rein privaten Cloud. Nachteile sind die höhere Komplexität der IT-Strukturen, der höhere Aufwand für das Cloud-Management und ein höheres Risiko durch falsche Benutzung, zum Beispiel wenn ein Mitarbeiter sensible Daten in der „falschen“ Cloud abspeichert.

Microsoft Cloud-Dienste und Plattformoptionen
Architektur des SaaS-Hybrid-Szenarios und Beschreibungen der wichtigsten Hybridkonfigurationen für Skype for Business, SharePoint Server und Exchange Server

Was IT-Architekten über Hybrid Cloud für Microsoft-Dienste und -Plattformen wissen müssen

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